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Wasser
ermöglicht die Formenvielfalt des Seins auf
unserer Mutter Erde und daher ist das Leben
mit und durch Wasser eine ständige
Herausforderung für alle Lebewesen des
Blauen Planeten. Im Besonderen kann der
moderne Mensch in unserer Zivilisation
dieser Herausforderung durch eine
wiedererlangte Wasserbeachtung und Besinnung
im täglichen Leben ständig begegnen.
Das Hochschwabmuseum beim Bodenbauer in St.
Ilgen widmet die gesamte Ausstellung 2010
dem Element „Wasser“ mit seinen vielfältigen
Erscheinungsformen, den unterschiedlichsten
menschlichen Nutzungen, den Globus
umspannenden mythologischen, kulturellen,
religiösen und philosophischen
Wassergedanken, Wasserschriften und Symbolen
unterschiedlichster Völker.
Der besondere Standort des Hochschwabmuseums,
der ehemaligen Bodenbauerkeusche am Fuße des
Zinken am Hochschwab inmitten des
Trinkwasserschutzgebietes der Brunnenanlage
der Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd
GmbH, ermöglicht den Besuchern, sich mit den
vielfältigen Inhalten der Ausstellung in
einer wunderschönen Gebirgslandschaft
auseinanderzusetzen.

Wasser, Quell
des Lebens
Seit genau hundert Jahren fließt Wasser vom
nördlichen Hochschwab zu den Wasserhähnen in
die Bundeshauptstadt und ermöglicht den
Wiener Wasserwerken die Bevölkerung mit
bestem Trinkwasser zu versorgen.
In Graz besteht die öffentliche
Trinkwasserversorgung seit 1911 und seit dem
Jahr 1993 wird durch die ZWHS Trinkwasser
vom südlichen Hochschwab aus der Gemeinde
St. Ilgen in die bestehenden Trinkwasserversorgungsanlagen
der GrazAG geliefert, womit ein Drittel des
Wasserbedarfes der Grazer Bevölkerung
abgedeckt wird. In der Ausstellung sehen Sie
nicht nur Interessantes der erwähnten
Trinkwasserversorgungen sondern auch einen
Vergleich der öffentlichen
Trinkwasserversorgung Österreich (Graz) -
Rumänien (Temeswar), der durch Studentinnen
und Studenten der Karl Franzens Universität
im Zuge des Projektpraktikums
„Projektentwicklung und Abwicklung“ erstellt
wurde. Wie wichtig die tägliche
Trinkwasserversorgung für den Menschen ist,
zeigen wir in der Ausstellung durch einen
digitalen Einblick in die Wunderwelt des
menschlichen Gehirns, wobei auch auf die
Zusammenhänge Wassermangel im
Körper/Gehirnfunktion eingegangen wird.


Wasser als
Energieträger, vom Wasserrad bis zum
Wasserstofffahrzeug
In der heurigen Ausstellung sieht man auch
mit Wasser betriebene Modelle (Sägewerk,
Grassstampfe, Mühle) die einen Einblick in
die historische Nutzung der Wasserkraft
ermöglichen. Weiters gibt es Informationen
über die aktuelle Nutzung von Wasserkraft in
Trinkwassersystemen zur Erzeugung von
elektrischer Energie. Wissenschaftler an der
TU Graz entwickelten das erste
Wasserstoff-Fahrzeug für Österreichs
Straßen. Die Entstehung, die
wissenschaftliche Zusammenarbeit, die
technischen Daten und die
Umweltverträglichkeit des
Wasserstoffeinsatzes als Energieträger der
Zukunft sind Schwerpunktthemen in der
Ausstellung.


Mythos Wasser
spielt in den meisten Schöpfungsmythen der
verschiedenen Völker eine wesentliche Rolle.
Die frühen Hochkulturen entstanden alle an
Flussläufen. Die vielfältige Wirkung des
Wassers ist seit frühester Zeit Symbol für
Reinigung, Heilung, Werden, Vergehen und
Wiedergeburt.
So ist es nicht verwunderlich, dass in der
altägyptischen Götterlehre, den
buddhistischen Lehren, im alten und neuen
Testament der Bibel, bei den frühen
Christengemeinden und auch im Schamanismus
der Naturvölker „Wasser“ eine sehr große
Bedeutung hatte.
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